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Aktionen mit Publikum minus Bespassung
#1
Angeregt durch http://www.ig-fma.de/mybb/showthread.php...449#pid449 mal die Frage, was haben wir denn auf dem Kasten, ohne Jux und Dollerei?
Ritterschule ist super auf dem Markt, im Museum aber halt eher nicht (ausser man hat wirklich Vorlagen).

Was mir einfiel, was auch gut ankam, war 
- die Modenschau (wenn charmant moderiert *Erdi anblinzel*)
- die Ausstellung "Quelle und Replik"
- alles zum anfassen (Waffenschau)
- Populäre Irrtümer des Mittelalters (Hörnerhelme, Glas statt Trinkhorn, Barbaren, Fellumhänge, etc...). Idealerweise auch wieder mit Sachen zum anfassen (ein gebadeter Erdi z.b.)

Ich denk, wenn einer 8h/Tag da sitzen muss, ist es recht ermüdend, wenn man sich aber abwechselt, sollte das recht locker sein.
So war das halt im Mittelalter, dagegen hilft kein Mittel - Alter!
Mein Blog und meine Webseite , zu diversen Wikinger / Reenactment Themen: http://www.jordheim.info
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#2
Zu den genannten Themen:

1.
Modenschau

Kam auf Kipfenberg natürlich gut, weil man da genügend man- und girlpower hatte, um die Entwicklung über die Jahrhunderte darzustellen.
Haben wir nicht.
Wir könnten eventuell nicht durch die Zeit, sondern durch Europa reisen, aber da haben wir, ehrlih gesagt, eben leider(!) auch nicht viel Variation.
Jede Menge Wikinger, ein Frankenpärchen, und ... ? was noch? Wenn Steve und Birgit dabei sind, noch Slawen, die Ottonen machen sich derzeit rar.
Und abgesehen davon sind die Unterschiede zwischen Slawen, Franken und Ottonen nicht die Welt und kaum erwähnenswert sind.
Was man noch machen könnte ist die Unterscheidung zwischen: arm, "bürgerlich" und reich.

Fazit:
Da müssten wir noch materiell zulegen, um da wirklich was reißen zu können.

2.
Quelle zur Replik

Da hatten wir damals ein paar Originale vom Degen, die haben wir aber nicht mehr. Das wird nicht einfach, da wieder eine Reihe zusammenzustellen, speziell bei Originalfunden.
Ich persönlich könnte etwas über die Problematik der Interpretation, der Extrapolation und der Rekonstruktion frühmittelalterlicher Sachkultur am Beispiel meines Schuppenpanzers referieren. Mach ich ja auch oft genug. Aber darüber hinaus?

Fazit:
Mehr Material!

3.
alles zum Anfassen

Klar, geht immer, aber eben nur Waffen.

4.
Populäre Irrtümer


Hat Potential, muss aber gut gemacht sein, weil Märkte und Internet voll von entsprechendem, meist lauem, Stoff ist. Da sollten wir uns mal auf ein Spezi zusammen setzen und das in ein vernünftiges Konzept packen.
Ich habe mich daran gewöhnt, aus der Verzweiflung selbst meinen Trost zu ziehen
(Miguel de Unamuno)
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#3
Wenn es auch um's Zeigen geht: Ich bin gerade dabei, mir ein "Händler-Display" aufzubauen. Klappwaage, Gewichte, Münzen, Hacksilber, Bernstein, Schmuck, etc. Momentan suche ich noch nach schönen (Kunst-)Fellen. Einzig und allein die Sklaven sind ein großes Problem Smile
Wer anderen eine Grube gräbt, braucht in Deutschland ab 125m³ eine Baugenehmigung.
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#4
(03-05-2018, 22:58 )Thorkell schrieb: Wenn es auch um's Zeigen geht: Ich bin gerade dabei, mir ein "Händler-Display" aufzubauen. Klappwaage, Gewichte, Münzen, Hacksilber, Bernstein, Schmuck, etc. Momentan suche ich noch nach schönen (Kunst-)Fellen. Einzig und allein die Sklaven sind ein großes Problem Smile

Sklaven? ähm...... wir sollen doch Besucher "bespaßen" ... Angel

Zum Thema original Material: Soll ich da mal mit Gerd (Archäologe der Stadt Ingolstadt) reden? In der Nacht der Museum stellt er auch original Scherben zur Ansicht und zum in die Hand nehmen aus.
Gerade den Vergleich alt - neu könnte man doch super in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum machen. So alá so sah es damals aus und das ist heute noch "übrig".

Gruß Andrea
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#5
Wenn das möglich wäre, gerne.
Wir bräuchten (im Idealfall):

- Original,
- konserviertes Original,
- Replik single
- Replik im Kontext

Beispiel anhand eines Armbrustbolzens (hatten wir mal):
- verrostetes Stück Eisen, kaum als Bolzenspitze erkennbar
- entrosteter Bolzen, durch Heißwachsbad konserviert (gut als Bolzenspitze erkennbar, hat halt Patina)
- moderne Replik (schön glänzend...)
- Bolzenspitze samt Rest vom Bolzen incl Befiederung

Statt Originalfunden gehen natürlich auch Bild- oder Schriftquellen, aber da ist die optische Reihe nicht so schön herzustellen.
("konserviertes Original...")
Wobei ich für Bildquellen gerne den Schuppenpanzer hernehme. Da hätten wir also schon was.
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(Miguel de Unamuno)
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#6
Modenschau: Könnte man auch anders aufziehen, jeweils auf 1 Zeit und Region begrenzt, dann aber eben als "Anziehmännchen", von der Unterwäsche bis zum Vollkostüm. Müssten halt gut aussehende Leute sein (oder eine Mannpuppe), mich will keiner in Unterwäsche sehen...

Sachkultur: Habe ich schon so einiges ausser Waffen, von Glasrepliken über Lampen, Werkzeug, Feuerzeug, etc... Bald auch Schleifleder und hoffentlich auch mehr!

Irrtümer: Habe ich, vom Hörnerhelm abgesehen was witziges, Öllampen vs Sturzbecher

Quelle zur Replik: Kenne ich einen Sondler (legal!), der eventuell aushelfen könnte. Hätte, sobald ich Ihn finde, auch 2x byzantinische Basileus Dinare, in Silber.
So war das halt im Mittelalter, dagegen hilft kein Mittel - Alter!
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#7
hm Quelle zu Replik.....
Wäre interessant zu wissen ob das Museum über irgendwelche Werkzeugfunde verfügt, z.B. Stemmeisen oder Schnitzmesser. Ich geh davon aus, daß es regional keine großen Unterschiede gibt und es wäre sicher interesannt zu meinen Repliken evtl. das ein oder andere Fundstück zu zeigen.
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#8
Das hätte auch den superben Zusatznutzen, dass man dann das Objekt auch noch in seiner ureigensten Verwendung vorführen und teilweise von den Besuchern auch ausprobieren lassen kann.
Das wäre eine sehr schöne didaktische Reihe.
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(Miguel de Unamuno)
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#9
Oh ja, das würde mir auch sehr gefallen! Klasse Idee!
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